gemütlich in chiang khan am mekong

gemeinsam mit einer kleinen netten gruppe (huhu nicole, sebastian und britney. thanks it was a pleasure!) verbrachten wir ein paar schöne, ruhige tage in chiang khan. glücklicherweise unter der woche, denn am wochenende ist das ein beliebtes ausflugsziel für die thais und ziemlich überlaufen. so aber war es sehr beschaulich, wir borgten uns fahrräder und fuhren zu jener art an schöner, unspektakulärer sehenswürdigkeit (stromschnellen im mekong), bei der man sich bei der ankunft nicht sicher ist ob man schon da ist.

zum abschluss „adoptierte“ uns noch ein einheimisches marktstandbetreiberpärchen. die haben uns nett gefunden (wir sie auch) und wollten uns unbedingt auf ihre spezilitäten einladen: suppe mit gestocktem hühnerblut, reis mit schwein, dazu gekochte schweinehaut mit chilli und leber und frittierten fisch mit soja/chilli marinade. gemüse war auch irgendwo ein bisschen dabei.

jetzt sind wir grad in bangkok und treffen die letzten vorbereitungen für die myanmar reise. dh es wird möglicherweise etwas länger keinen eintrag geben. das wars mal fürs erste mit thailand. irgendwann werden wir vielleicht noch mal einen längeren artikel über die eindrücke in diesem land schreiben. z.b das sich auch die thailändische landjugend wie bei uns mit ihren mopeds an den bushaltestellen trifft und auch das gleich tut: reden, rauchen, spucken und trinken. wahrscheinlich sind die gesprächsthemen auch sehr ähnlich. da ich das schon in mehreren ländern gesehen habe plane ich bereits an meiner doktorarbeit „Globale Dorfjugend – Standardisierung und Individualisierung durch die Sozialisationsinstanz Bushaltestelle“

kann mir endlich mal wer erklären warum die amerikanerInnen immer am meisten reden?

Nach Khon Kaen wirds wieder besser…

Es ist grotesk, auf was für einem dünnen Faden sich der Tourismus bewegt, alle empfehlen einander die gleiche Handvoll von Orten – deshalb haben wir uns für den wenig bereisten Nordosten entschieden. Allerdings hat das einen Haken: Die Reiseführer sind nicht so wirklich aktuell und außerdem: Auf den hier sehr verbreiteten Sextourismus waren wir nicht vorbereitet. Immer wieder sieht man grausliche europäische ältere Männer mit asiatischen Damen in Häusern verschwinden, in einem Schachclub werden sie wohl nicht sein. Über diesen Witz sind sie übrigens im Reisesprech zu „Schachclubmitgliedern“ geworden.

Nach Khon Kaen fahren wir nach Nong Khai, ca. 50 000 Einwohner
Nachdem ich Boris zum Kaffee trinken abgegeben habe, suche ich nach einer Unterkunft. Die Strasse, die mir zur Suche hauptsächlich empfohlen wird, ist grauenhaft: Wieder hauptsächlich eklige Männer, meistens ab 50 aufwärts, die Bier trinkend in den Gastgärten sitzen und junge Asiatinnen neben sich haben. In Bangkok war der Sextourismus häufig neben anderen Tourismussparten nicht so offensichtlich, in die Gassen und Ecken, wo dieser hauptsächlich zu verorten ist, waren wir nicht so und: Groteskerweise waren die Sextouristen aus Bangkok häufig auch sympathetischere Gestalten. Man hatte oft das Gefühl, hier wird nicht nur Sex, sondern auch Zuneigung, irgendwie etwas Beziehungsähnliches erkauft. Im Nordosten ist das anders, aber Sextouristen kommen nicht weit und so ist abgesehen von dieser einen Straße der Ort wirklich nett.

Im Hotel lernen wir Don kennen, ein Thailänder, der in Australien aufgewachsen ist und seit sieben Jahren in Thailand lebt und hier verheiratet ist. Wir ratschen viel und verstehen uns gut. Er lobt den thailändischen Lebensstil, beschwert sich über die Politik seines Landes und darüber, dass sich „eigentliche“ Thais nie über was aufregen. Don bringt uns auf neue Ideen: Wenn wir mal wiederkommen wollen, könnten wir doch ein Jahr Englisch in einer Schule unterrichten – leben würde man hier gut… Außerdem gibt es hier viele arme Leute, die sowieso immer nett sind, und viele nette Leute, während gebildete und reiche Leute überall auf der Welt „a pain in the ass“ sind, wie er uns lachend erklärt.

Er hilft uns, einen „homestay“ in einem Dorf aufzutreiben: 20 km außerhalb von Nong Khai, in Seekai, verbringen wir die nächsten Tage mit Bell, Niem und Ong. Die erste Begrüßung war übrigens ähnlich dem Aufeinandertreffen zweier Galaxien: Ich als Personifikation Kirks vergreife mich in den Begrüßungsformen und strecke Ong die Hand entgegen, sie schaut mich ratlos an – diese Begrüßung kennt man hier nicht. Im Verlauf der nächsten Tage ist nach der ersten Ratlosigkeit gegenseitiges Beobachten angesagt, immer wieder erwischen wir uns gegenseitig beim sich-Anschauen. Ong ist eine ausgezeichnete Köchin. Beim gemeinsamen Essen (am Boden) klärt Ong uns auf, dass Männer im Schneidersitz sitzen, Frauen nicht – sie sollen die Beine zur Seite umlegen. Seekai war eine grandiose Station: Abgesehen vom Kontakt mit der Thai-Familie, durch den wir auch viel über das Land und Leben hier erfahren und viel erfragen können und sie auch ziemlich viel über Österreich fragen (z.B.: Wie funktioniert eigentlich ein Heizsystem?), sind wir auch über ein Begräbnis gestolpert. Allerdings haben wir bei Letzterem ziemlich lange gebraucht, um das zu merken. Die Gruppe von Menschen, die wir auf der Wiese treffen, wiederholen zwar immer wieder „accident, accident“ und „thunder“, sind aber so gut gelaunt und es fließt auch einiges an Alkohol, dass wir ein wenig brauchen, um zu begreifen, dass die verkohlten Reste am Boden tatsächlich ein Mensch gewesen sind, der vom Blitz getroffen wurde.

Außerdem: Wir haben es getan, wir haben Insekten gegessen und es war wirklich lecker…

khon kaen

wir brauchen uns nichts schönreden: khan koen war für den hugo. eine stinkende kleine provinzstadt, in der wir nichts gefunden und eigentlich auch nichts erlebt haben. auch die parade aus 20 eiswagen konnte uns nicht vom gegenteil überzeigen.

die anfahrt mit der bahn war allerdings ganz unterhaltsam. die thais haben eine lustige vorliebe für uniformen. sicherheitsbedienstete am bahnhof sehen aus wie generäle und das schalterpersonal wie lufthansa piloten. mit vorfreude erwartetet wir den auftritt des schaffners und wurden nicht enttäuscht: für dessen militärdiktatoruniform dürfte gaddafi model gestanden sein. leider keine fotos von den uniformen, vielleicht beim nächsten mal.

bangkok again

wieder in bangkok für ein paar tage. visa für myanmar/vietnam organisieren, reiseroute festlegen und diverse organisatorische dinge erledigen. fühlt sich fast wie arbeit an. ansonsten das machen, was man eben in einer fremden stadt so tut: viel rumlaufen, orientierung verschaffen, busfahrplan entschlüsseln, märkte besuchen, dinge anschauen, kino gehen, gutes essen suchen…
stichwort essen: mittlerweile essen wir fast alles, überall.  auch wasser, eiswürfel etc. alles kein problem – die toiletten besuche sind nicht häufiger geworden. meistens essen wir in den garküchen an den straßenrändern (1 gericht kostet 30 – 40 baht/ca. 1 euro) und haben dabei folgende auswahlkriterien:
a) die quasi goldene regel: wo sind die meisten leute und sind das eh dosige.
b) wie sauber ist die fleisch/gemüse-vitrine
c) je weniger gerichte zur auswahl, desto besser.

die anzahl der ratten am boden, müll, gemütlichkeit usw. geben eigentlich keinen hinweis auf die qualität des essens. probleme gibts eigentlich immer nur dann, wenn wir zu einer zeit hunger haben in der sonst niemand isst. am liebsten mögen wir diverse suppen und khao man gai (reis mit huhn + suppe +  chilipaste). was überrascht: es wird sehr viel fleisch gegessen und ich kann gerichte „spicy“ bestellen. aber wahrscheinlich bekommt man als farang sowieso immer nur die halbe portion chili.

vor bangkok waren wir zwei tage in chumphon. das ist quasi das attnang puchheim südthailands. eine verkehrsdrehscheibe, aber eigentlich keine stadt für einen längeren aufenthalt. es gibt jedoch leckeres essen und nette leute, sonst nicht viel, aber wir mögen es eigentlich an solchen unspektakulären orten. als welser muss man das wohl.

zur reiseroute: jetzt sind wir grad in khon kaen, ich würde mal sagen das augsburg thailands und überlegen ein bisschen wie es weitergehen soll. fix ist: ab 1. februar sind wir 3 wochen in myanmar und dann geht es zackig weiter nach kambodscha.

 

Tauchen ist ein fauler Sport

„Faul ist eine Qualität“ sagt unser französisch-sprachiger Tauchlehrer und sieht dabei überraschenderweise nur Boris an. Long story short: Wir sind jetzt zertifizierte Open Water Diver. Ko Tao hat uns super gefallen: schöner Bungalow, schöne Bucht, tolle Tauchschule und beim Tauchen sind wir offenbar Naturtalente. Die Tauchgänge waren jedenfalls auch super und es war irgendwie nett, mal wieder was zu tun zu haben. Obwohl der Grundton schnell derselbe wie immer ist: „Mich gfreits nicht lernen.“

Und dann… Krabi & Tauchen auf Ko Tao

Was Boris bei der Erzählung über den Khao Sok Nationalpark ein wenig ausgelassen hat: das Klettern! Was bei uns vermutlich als Wanderung Stufe 3 oder was ausgewiesen sein muss, wurde dort vorab nur als Durchwaten einer Höhle beschrieben. Plötzlich ist man dann aber mitten in der Höhle und muss ohne Sicherung über einen kleinen Abgrund rüberklettern, übrigens nichts für kurze Beine wie uns Kleinen und: eine Nahtoderfahrung mehr.

Am nächsten Tag ging’s mit dem Bus nach Krabi. Angekündigt hat sich die neue Stadt ungünstig: Im Bus geht die Klimaanlage nicht, die Wasserflasche haben wir auf dem Busbahnhof vergessen, die Fahrt dauert länger als geplant, wir sind hungrig und durstig und ich glaube, ich hab mich die letzte Stunde maximal einmal und nur minimalst bewegt. In Krabi angekommen, sind wir zwar erfolgreich beim Finden einer netten Unterkunft, das Essen ist kaum genießbar, außerdem hatten wir beide irgendwie verdrängt: Krabi ist sehr touristisch. Wir sind erstmal beide ein wenig grantig. Abends sind wir dann aber schon komplett versöhnt: Ein Essensstand auf der Straße ist komplett voll mit locals, da wollen wir auch hin und siehe da: sehr leckeres khao nam gai (Huhn mit Reis, Suppe und Saußen), Boris macht schließlich noch eine kulinarische Reise durch den Nachtmarkt und probiert alles – super. Am nächsten Tag fahren wir nach Rai Leh, einer Halbinsel mit wunderschönen Stränden. Wir bereiten uns auf italienische Verhältnisse à lá Sardinen am Strand und gesalzenen Preise vor, dann ist aber alles viel besser: die Kalksteinfelsen sind wirklich schön, das Meer türkisblau, der Strand wirklich toll, der TouristInnenandrang nicht so massig und das Essen an den lagernden Verkaufsbooten gut und nicht zu teuer (gegrillter Mais mit Mangoshake – mhm!).

Tags darauf heißt’s dann shoppen & Friseur: Beiden von uns ist schon Kleidung kaputt gegangen, plus meine Mähne wird unaushaltbar. Abends fahren wir zum Busbahnhof: wir wollen nach Ko Tao. Nach einer überaus komfortablen Busfahrt nur zu fünft in einer Art Lounge und wieder mal einem leckeren Nachtmarkt-Essen (diesmal in Suratthani), schwingen wir uns auf die Nachtfähre. Was wir als übelste Erfahrung erwartet haben, ist perfekt gestaltet: Es gibt schmale Betten, wir schlafen gut, kommen morgens in Ko Tao an und suchen uns eine Tauchschule. Morgen geht’s los mit dem Open Water Diver. Bis dahin genießen wir lernend die Aussicht von unserem perfekten Bungalow mit Hängematte, eine Katze hat sich uns auch schon als neue Besitzer ausgesucht und hat schon mal den Bungalow inspiziert.

khao sok nationalpark

3 tage verbrachten wir im khao sok nationalpark. wir buchten das all-in-one safari paket und fuhren für 2 tage mit einer kleinen gruppe touris (3 x brits, 2 x usa) an einen see. im paket enthalten waren 2 dschungel/höhlen touren und eine morgen- und eine nachtsafari mit dem boot. die „safaris“ waren sehr nette rundfahrten, ansonsten aber eher eine niederlage. unsere ausbeute:

  • ein affe
  • eine königskobra im see
  • eine grupper bunter vögel (die haben aber geschlafen und es war auch schon ziemlich finster. der guide meinte jedoch, dass die bunt wären)
  • eine gruppe touristen, ebenfalls mit boot

die höhlen/dschungel touren waren allerdings sehr super. teils mussten wir die höhlen durchschwimmen, teils klettern, das alles mit sehr wenig licht und in ständiger gesellschaft von spinnen (wirklich große, gehen aber nicht ins wasser), fledermäuse und krabben. ich bin auf dem besten weg von meiner mittelgroßen spinnenphobie geheilt zu werden.

die unterkunft direkt am see war auch sehr fein. vroni meint ich soll ausführlicher schreiben wie super das die war, aber ich verweise einfach auf die fotos. ansonsten ist noch erwähnenswert, dass das klo ca 100 meter im dschungel lag und es kein licht gab. hätte ich das vorher gewusst, hätte ich weniger bier getrunken. einer weiterer kleiner schritt im kampf gegen spinnenphobie wurde dadurch erfolgreich absolviert.

der see ist übrigens ein stausee und die höhlen waren verstecke der kommunisten die gegen die errichtung des stausees gekämpft haben. der stausee und das gebiet rundherum bilden heute den nationalpark und da sich die widerstandskämpfer am besten in der region auskennen sind viele von ihnen heute die guides.

und: warum müssen diese amis immer so viel reden?

On the road…

Die Schonzeit ist vorbei, der „Ernst“ der Reise hat begonnen: Seit wir von Ko Phayam weggefahren sind, gibt es keine vorgebuchten, ausschließlich feinen Unterkünften mehr und der kalkulierte Tagessatz muss stimmen. Nach zehn Tagen chillen auf der Insel haben wir beide aber ohnehin schon darauf gebrannt, die eigentliche „Reiserei“ zu beginnen und es ist toll.

Ein Hoch auf Reiseführer und das, was nicht drinnen steht. Von Ko Phayam ging es nach Takua Pa, eben weil es im Reiseführer nur mit einigen Sätzen bedacht ist. Takua Pa hat touristisch nichts zu bieten, Tourist_innen verirren sich auch ganz selten hin: Wir waren die touristische Attraktion – zwei Chines_innen in Pettenbach quasi. Es war komplett anders als geplant, wir haben im touristischen Sinnen nichts gesehen, aber insgesamt war es einfach super: Das vorher anvisierte Hotel hatte geschlossen und letztlich sind wir in einer kompletten Absteige gelandet. Durch die Hotel-Herumsucherei hatte der Nachtflohmarkt, den wir besuchen wollten, zu und wir sind stattdessen in ein komplett volles Lokal eingekehrt. Die Leute waren aber extrem freundlich und haben sich hauptsächlich amüsiert, wie wir jetzt wohl bestellen würden. Schließlich können wir nicht nur die thailändische Sprache, sondern auch die thailändische Schrift nicht und plötzlich ist man Analphabetin. Letztendlich: Das Essen war superlecker. Am nächsten Tag haben wir auch sehr gut gefrühstückt, ohne Tau, was wir da eigentlich zu essen kriegen werden. Dann wollten wir in die Apotheke und haben im Public Health Center nachgefragt, worauf wir kurzerhand ins Auto des einen (bitte mit Formel 1-Lenkrad) verladen wurden und der uns durch die halbe Stadt gefahren hat. Durch Zufall sind wir dann auch noch auf den Markt gestoßen und dann ist das Glück eh schon perfekt…

Seit gestern sind wir im Khao Sok Nationalpark, wo die Frösche sich gerade ein überlautes Konzert liefern. Morgen fahren wir auf eine zweitägige Tour in den Regenwald: Also wünscht’s uns Glück, dass wir viele Tiere, aber bitte keine Insekten sehen…

takua pa

nach den bisherigen lauschigen unterkünften wollen wir unsere schmerzgrenze bezüglich substandard-absteigen ausloten. das hotel in takua pa war schon ein recht vielversprechender einstieg. vroni meint, die grenze ist erreicht. ich meine, dass das matraze immerhin noch sowas wie ein bettgestell rundherum hatte.

im morgengrauen hat es aber schon auch irgendwie nett ausgesehen:

IMG_3977

falls zufällig wer mal in der gegend ist: bei der südlichen ampel gibt es einen markt und dort gibt es ein resti und das beste essen bis jetzt. die betreiber sprechen außer „chicken“ und „spicy“ kein wort englisch. wir können leider auf thai nur „hallo“ und „danke“. zu essen haben wir trotzdem was bekommmen. so schauts dort aus:

top resti in takuapa.

top resti in takuapa.

ko phayam alltag

8.00 aufstehen, cafe holen, krebse beobachten, auf die veranda setzen und computern
10.00 zum benachbarten ressort gehen und nudelsuppe essen.
11.00 baden, lesen am „hausstrand“
13.00 – 15.00 mittagspause im bungalow, sticky reis gefüllt mit banane essen.
15.00 mit der mopeten mit tempo 20 in eine andere bucht rasen.
bis 18.00 baden, liegen, lesen
ab 18.00 restaurant suchen, essen
20/21 uhr heimfahren, lesen

hmm, mehr tut sich momentan nicht. bis 3. jänner wird sich das wohl noch so hinziehen.

ko phayam, buffalo bay

ko phayam, buffalo bay

Ankunft in Ko Phayam

Am 23. sind wir abends zur South Central Bus Station in Bangkok gesaust und sind in den Nachtbus nach Ranong gestiegen. Die Busse sind überaus luxuriös: Man kann die Sitze weit nach hinten klappen, es gibt eine extra Fußablage – hier ließe sich eigentlich gut schlafen, wenn der Busfahrer nicht so eine unglaubliche Freude mit der Air Condition hätte. Es bläst so stark, dass wir nach ein paar Stunden ca. 14 Grad im Bus haben. Ich habe meinen gesamten Kleidungsvorrat inklusive Fleece-Kapuzenjacke an und friere trotzdem ein wenig. Boris hat leider nur die kurze Hose und das lange Leiberl an, dafür aber drei Decken übereinander gelegt – trotzdem ist ihm so kalt, dass er gar nicht schlafen kann. Um fünf Uhr morgens erreichen wir Ranong, warten in der Busstation bis halb sieben und machen uns dann auf zum Markt: Der ist echt super und wir essen wieder einmal Suppe zum Frühstück (Danke, Hannes und Christina, für den Tipp!). Dann gehts ab zum Pier und mit dem Boot zwei Stunden übers Meer nach Ko Phayam. Die Reise war gar nicht so anstrengend und alles klappte wie am Schnürchen.

Angekommen in der Unterkunft, die wir für 10 Nächte von Wien aus gebucht haben, sind wir erstmal enttäuscht: Im Restaurant wird laut Musik gespielt und es gibt vor allem westliches Essen, außerdem sind die Gerichte fettig. Hier am Strand bei der Beschallung in Ruhe zu entspannen – nein. Abends essen wir dort – es hat wohl noch nie jemand wie wir so schnell ein Weihnachtsessen verlassen. Wir sind schon am spekulieren, selbst die Reisestornoversicherung wird recherchiert. Wir wollen mal drüber schlafen und am kommenden Tag die Möglichkeiten ausloten.
Heute sieht die Welt dann aber schon ganz anders aus: Wir haben uns für die 10 Tage ein Moped ausgeborgt, damit wir – wie unsere beiden Omas sagen würden, wie wir belustigt festgestellt haben – ein wenig „roasn“, also unterwegs sein, können. Und der Bungalow ist sehr schön. Außerdem gibt es keine Beschallung mehr im Restaurant und somit auch nicht am Strand – das scheint ein Weihnachtsspecial gewesen zu sein. Puh, Gott sei Dank! Wir sind zufrieden. Nur das Moped fahren ist für mich noch mit beträchtlichen Ängsten verbunden: Nach meiner grandiosen ersten Erfahrung mit einem Moped und anschließenden Krankenhausaufenthalt und Handoperation mit 14 Jahren, bin ich seither nur einmal noch auf einem Motorrad gesessen.

bangkok touristen

wirklich eine super stadt. taxifahrer kennen rapid wien und geben auf anfrage eine einführung in gängige umgangsformen. z.b. so nützliche tipps wie „don´t put your feet on books. very, very unpolite“. damit kann ich ganz gut leben. essen in den garküchen ist großteils sehr lecker, alles ist irgendwie laut, erstaunlich wenig chaotisch. die straßenüberquerungen sind eine herausforderung. zebrastreifen werden eher als streetart angesehen, haben aber ansonsten keine funktion.

etwas befremdlich wirkt die enorme beliebtheit des königs und dessen huldigung. an allen ecken befinden sich fotos von bhumipol aka rama IX auf denen er schützen die hand über uns hält. zu beginn eines kinofilms oder um 18 Uhr auf bahnhöfen stehen alle auf, halten inne und lauschen andächtig der königshymne. der mann hat aber wirklich einiges zu bieten. aus wikipedia, bhumibol der privatmann:

Bhumibol ist u.a. als Musiker, Komponist, Fotograf, Maler, Schriftsteller, Segler, Ingenieur und Funkamateur (Rufzeichen: HS1A) aktiv. Insbesondere gilt er als leidenschaftlicher Saxophon-Spieler, der gerne mit anderen Jazzern im Palast von Bangkok spielt (so 1960 mit Benny Goodman). Etwa 40 Kompositionen sind bislang bekannt, darunter auch die thailändische Königshymne. Zudem ist er der höchste Pfadfinder Thailands. Auch werden seine Gemälde und Zeichnungen in Ausstellungen gezeigt. Als Segelsportler gewann er 1967 die Goldmedaille bei den Südostasienspielen.

nicht so schlecht, da kann man den herrn schon ein wenig huldigen. wenn unser HeiFi so einen lebenslauf vorzuweisen hätte, würde ich mir vielleicht auch sein portrait irgendwo aufhängen.

den größten tourismusfallen sind wir bis jetzt erfolgreich ausgewichen und wir haben noch kein neues tattoo, keinen neuen maßanzug  (obwohl mir der hoteleigene schneider mindestens 2 x am tag versichert, dass ich mit so einem anzug sehr sexy aussehen würde), noch keine tuktuk exkursion zu einem schmuckgeschäft, taxi immer mit taxometer (manchmal mühsam) und den königspalast haben wir besucht, obwohl uns tuktuk-fahrer ständig erklärten, dass der palast wegen zeromonie, riots, umbauarbeiten … geschlossen ist.

beim einkaufen haben wir uns brav zurückgehalten und so sehen wir noch nicht wie gurus/hippies oder ethnologiestudenten aus. ich hoffe wir bleiben diesbezüglich stark.

Bangkok / 18.12-23.12.2012

Die kommenden Tage verbringen wir sehr gemütlich, wir starten nicht gleich voll durch – wir haben ja Zeit :). Wir schippern mit dem Boot über den Fluß, sehen uns das chinesische Viertel an, bummeln durch die vielen Gässchen, probieren die verschiedenen food stands und Garküchen aus, gehen ängstlich in die riesigen Einkaufstempel, sehen uns den Königspalast und die dazugehörigen Tempelanlagen an. Am besten gefallen hat uns der Nachtflohmarkt, auf den uns Rainer mit seinem Bangkok-Insider-Wissen verschleppt hat. Dort sind wir auch die einzigen farangs (weißeR AusländerIn); immer wieder drehen sich Menschen erstaunt nach uns um. Ein anderer Höhepunkt war natürlich der „Thai-Weihnachtscornär“ mit Rainer, Seipo, Verena, Kati, Leonie und Schati: Wir sind gemeinsam essen gegangen und waren dann in einer sky-bar mit toller Aussicht. Den 23. haben wir untraditionell verbracht: Anstatt sich die Nacht im Schlachthof um die Ohren zu schlagen, steigen wir in den Nachtbus nach Ranong.

BKK, Thai Cozy Hotel

BKK, Thai Cozy Hotel

BKK - Flussfahrt

BKK – Flussfahrt

BKK - Einkaufspaläste, MBK

BKK – Einkaufspaläste, MBK

BKK - taradrodfi, Nachtflohmarkt mit Rainer

BKK – taradrodfi, Nachtflohmarkt mit Rainer

BKK - taradrodfi, Nachtflohmarkt mit Rainer

BKK – taradrodfi, Nachtflohmarkt mit Rainer

BKK - taradrodfi, Nachtflohmarkt mit Rainer

BKK – taradrodfi, Nachtflohmarkt mit Rainer

BKK - taradrodfi, Nachtflohmarkt mit Rainer

BKK – taradrodfi, Nachtflohmarkt mit Rainer

BKK - "Weihanchtscornär"

BKK – „Weihanchtscornär“

BKK - "Weihanchtscornär", Skybar

BKK – „Weihanchtscornär“, Skybar

BKK - "Weihanchtscornär", Skybar

BKK – „Weihanchtscornär“, Skybar

BKK - "Weihanchtscornär", Skybar

BKK – „Weihanchtscornär“, Skybar

BKK - "Weihanchtscornär", Skybar

BKK – „Weihanchtscornär“, Skybar

BKK - Garküche

BKK – Garküche

Ranong - Frühstück am Markt

Ranong – Frühstück am Markt

Ranong - Auf dem Weg zum Pier

Ranong – Auf dem Weg zum Pier

Ankunft Bangkok

ankunft thailand. hannes hat uns vorgewarnt: wir hängen sehr müde und etwas mit der feuchten hitze kämpfend im hotel rum und zwingen uns nicht zu schlafen. aber: alles ist fein, wir sind guter dinge und haben  beide eigentlich noch nicht ganz realisiert, dass wir jetzt 7 monate keinen wirklichen auftrag haben. damit die akklimatisierung leichter fällt, computer ich ein wenig rum. Weiterlesen