fit mach mit in phnom penh

mittlerweile sind wir zwar schon in laos, aber beim sichten der festplatte bin ich noch auf ein paar hübsche videos aus phnom penh gestoßen. ab 17 uhr abends treffen sich die kambodschanerinnen und kambodschaner zum gemeinsam aerobic oder tanz. jeder ist willkommen und kann mitmachen, ich hatte leider mein turnsackerl nicht dabei.

vroni hats auch drauf:

beeindruckende tempel von angkor

tempel,paläste und ich haben ein freundlich, distanziertes verhältnis. ich habe nicht das bedürfnis jede dieser klassischen sehenswürdigkeiten einen besuch abzustatten um mir die goldene pagodennadel für 1000 besuchte tempel abzuholen, freue mich aber durchaus über deren anblick, wenn ich mal bei einer vorbeikomme.

im falle der tempel von angkor ist die sache schon ein wenig anders. die sind wirklich spektakulär und ich konnte mich an manchen gebäuden/ruinen fast nicht satt sehen. da es hier momentan aber 40 grad in schatten hat, steht man diese tour aber leider nicht den ganzen tag durch. auch die vielen kinder die einen jede minute fragen „postcaaaard, threee for one dollaaaa“ können irgendwann mal etwas nerven.

boris, kind, begeisterung.

boris, kind, begeisterung.

da angkor wirklich spektakulär ist, sind wir hier natürlich hier nicht alleine unterwegs, sondern teilen uns das gelände mit vielen, vielen touri-kolleg_innen aus der ganzen welt. das ist manchmal etwas lästig, manchmal aber auch sehr lustig. speziell die gruppenfotografieperformances von asiatischen reisegruppen sind sehr unterhaltsam: einmal die ganze gruppe (z.t mit transparent), dann unterschiedliche einzelkombinationen mit menschen aus der gruppe. wechselnde fotografen, jeweils mit gefühlten 10 kameras ausgestattet. das dauert dann, bis da alle fotos passen.

asiatische fotoperformance

asiatische fotoperformance

asiatische fotoperformance

asiatische fotoperformance

auch ein wiedersehen mit dem bereits aus bagan bekannten ritual gab es. die sonne geht auf und alle heben die iphones.

moderne rituale

moderne rituale

vroni geht es auch schon wieder gut und sagt sachen wie „so eine reise müsste man mal mit jemanden machen der wirklich lustig ist“ und schaut dabei so drein:

so eine reise müsste man mal mit jemanden machen der wirklich witzig ist

so eine reise müsste man mal mit jemanden machen der wirklich lustig ist

pfff. wir fahren jetzt weiter nach kratie wo es hässliche, aber seltene flussdelphine gibt. da freue ich mich schon drauf.

Phnom Penh

In Kampot haben wir im Palast gewohnt, dem Kampot Pie and Ice Cream Palace. Es roch den ganzen Tag nach Kuchen backen und es gab saftigen carrot cake – mhm!
Im Moment sind wir seit einigen Tagen in Phnom Penh, eine super Stadt. Boris wartet auf seinen kindle-Ersatz (seiner ist kaputt gegangen) und ich hab seit zwei Tagen wieder mal Durchfall – das gehört wohl einfach öfters mal dazu, außer man ist mit einem Saumagen und -darm ausgestattet wie mein Reisekollege. Aber nix Tragisches, gibt einem viel Gelegenheit, amerikanische Krimiserien, die ich in Österreich verweigere, eingehend zu vergleichen.

Kambodscha ist ansonsten sehr gemütlich. Und – wie Boris schon erwähnte – wir sind mittlerweile richtig im Reisealltag. Alles hat sein fixes Platzerl im Rucksack. Kein Wunder: Gestern waren wir seit drei Monaten unterwegs – die Zeit vergeht so schnell! Allerdings mache ich mir angesichts unserer zunehmenden Professionalisierung manchmal Sorgen, dass Boris auch mich an eine Schnur mit Karabiner knoten und an seinem Rucksack befestigen könnte – nicht so unbegründet!

Super ist, dass man alles auf Knopfdruck haben kann: Kaffee, shakes oder ich zum Beispiel meine tägliche Ananas, die ich aber nur in geschnippeltem Zustand in der Tüte mit Spießchen entgegennehme. Wenn ich ungeschältes Obst sehe, bin ich schon recht arrogant und verweigere mit dem Gedanken: Ja, und wer soll das schälen und schneiden? Ich vielleicht oder wie?!

Außerdem lustig generell in der Region und eh schon legendär: die Verwendung der englischen Sprache. Selbst eine Amerikanerin sah ich letztens auf zwei Dinge deuten und fragen: „Same same?“ Manchmal verläuft die Verständigung nicht so reibungslos. Beim Trekkingaufenthalt mit den zwei kambodschanischen guides frag ich den einen, was er vor diesem Job gemacht hat? Nach einiger Diskussion der zwei auf Khmer, folgt die Antwort: „15 kilometres.“

Eigentlich wollten wir heute zu den Killing Fields fahren, wo die Roten Khmer während ihrer Herrschaft in den 1970er Jahren ca. 17.000 Menschen umgebracht haben. Aber dann hab ich mich umentschieden: über Massengräber zu spazieren – nein, ich will das nicht, dann lieber Filme und Dokus ansehen (z.b. der gleichnamige Film Killing Fields). Die Tour zu den Killing Fields wird in Kombination mit einem Besuch auf einer shooting range angeboten. Dort kann man mit echten Waffen und echter Munition – aufgrund des langen Bürgerkriegs gibt’s davon ja genug – als Tourist_in rumschießen. Dass die Kombination der zwei Programmpunkte etwas makaber ist, scheint keinen zu stören. Die tuktuk-Fahrer lauern einem täglich auf: „Where you go? Killing fields today? Shooting range?“

Wo wir schon bei den Schattenseiten sind und wir eigentlich immer nur Lustiges berichten, ist es vielleicht auch von Interesse auf einen aktuellen Fall hinzuweisen, der sogar eine Freundin von mir betrifft: Europäische NGO-Mitarbeiter_innen besuchten Anfang März eine Demo von kambodschanischen Arbeiterinnen, werden von der Polizei festgenommen, verhört und sechs Stunden festgehalten. Gott sei Dank ist alles gut ausgegangen.

Abschließend aber doch noch was Lustiges: interessante Hunderassen haben die hier…

Klein, dick und dumm wie der Florian Walter: Der kambodschanische Zwergschäfer

Klein, dick und dumm wie der Florian Walter: Der kambodschanische Zwergschäfer

 

ankunft in kambodscha. korrektes wandern.

wir sind gut in kambodscha angekommen und haben die grenze ohne gröbere zwischenfälle passieren können. besonders gespannt war ich auf die vom reiseführer in aussicht gestellte schmiergeldtransaktion mit den grenzbeamten. es wäre meine erste gewesen, aber die beamten ließen uns durch. naja,  es wird sicher noch andere gelegenheiten geben. wir mussten uns jedoch einer quarantäne untersuchung stellen: eine junger mann zielte mit einem laserpointer auf unser ohr und meinte anschließend, dass wir gesund sind. die untersuchung kostete uns insgesamt 40 baht (1 euro) ist also sehr günstig, die genauigkeit der methode darf aber angezweifelt werden.

auf den ersten blick sind die menschen in kambodscha wie die bisher getroffenen asiaten auch, also sehr freundlich und klein. ein paar eigenheiten sind schon aufgefallen: die männer zeigen gerne ihre bäuche (je dicker, desto eher wird gezeigt) und die frauen tragen unter tags auch gerne mal einen pyjama. die glücklichen.

unsere bisherigen aktivitäten:
3 tage aufenthalt in koh kong city, mit einem boottrip auf die insel koh kong und einen kleinen abstecher in einen mangrovenwald. danach nach chi phat um 2 tage durch den dschungel zu laufen. hier gibt es ein projekt, welches zum schutz des regenwaldes gestartet würde. wilderer und holzfäller werden zu guides umgeschult und zeigen touristen den dschungel. das dorf stellt verpflegung und unterkunft zur verfügung und ein teil der einnahmen geht in einen fond zum schutz des regenwaldes. so gibt es geld für den regenwald und die einwohner sind nicht mehr von der abholzung das waldes abhängig. eine feine sache also.

auf der tour mit dabei war lacey, eine sehr sympathische amerikanerin, feuerwehrfrau, forstarbeiterin und rugbyspielerin. beeindruckend.

ganz allgemein kann man sagen, dass wir uns jetzt schon ziemlich an das reisen und an asien gewohnt haben. zum beispiel habe wir nicht mehr den drang jeden wok und jede bambushütte fotografieren zu müssen. reisen ist jetzt für nun etwas sehr alltägliches (nona) und ist wesentlich stressfreier, gemütlicher als am anfang. jetzt müssen wir uns von den dschungelstrapazen und landleben (=staubig) wieder etwas erholen und fahren auf die insel koh rong.