noch mal myanmar. wieder in thailand.

nach dem etwas anstrengendem myanmar-aufenthalt gönnen wir uns auf unserem weg nach kambodscha ein paar tage auf der insel koh kood. super strand und super ressort, wie es ausschaut bleiben wir länger als geplant. außerdem ist sich idealerweise ein treffen mit rainer ausgegangen uns so bewohnen wir zu dritt einen bungalow.

rainer ist ja aufgrund seines berufes (programmkoordination myanmar für die heinrich böll-stiftung) quasi ein myanmar-experte und so ist es äußerst interessant, über unsere und seine erfahrungen zu diskutieren.

myanmar wird mich auf jeden fall noch länger beschäftigen. die politische situation ist bei weitem nicht so schwarz/weiß wie ich zu beginn naiverweise angenommen habe (regierung=böse, opposition=gut) und die menschen sprechen viel offener über die politische situation als erwartet (das dürfte sich in den letzen 12 monaten sehr zum positiven verändert haben). all die eindrücke hier festhalten freut mich jetzt aber nicht.

ein paar höhepunkte:
im zuge einer wanderung in den bergen bei hsipaw übernachteten wir in einem dorf der palaung und wurden zu einer hochzeit eingeladen. die einladungskarte war ein gefaltetes bananenblatt gefüllt mit teeblättern. praktischerweise sind diese karten zugleich auch die scheidungspapiere: wenn der mann oder die frau die scheidung will, so schickt er oder sie die „papiere“ an die schwiegereltern und die ehe wird aufgelöst. überhaupt scheint dieser stamm sehr liberal und demokratisch zu sein. der dorfvorstand wird von allen demokratisch gewählt, dorfvorstand und chefmönch sind die richter, frauen können sich scheiden lassen und dann wieder heiraten, das sorgerecht kann auch an die männer gehen, es gibt eine eigene kleine steuer, um die armen im dorf zu unterstützen usw.
bei der hochzeit wurde gleich auch aus meiner hand gelesen. die anzahl der linien sagt aus, dass ich 1 x heiraten werde. eher nicht 2 x, aber sicher 1x. unsere guide erklärt mir nachher ernsthaft, dass ich mir keine sorgen mache müsse da diese handlesemethode nicht 100% zuverlässig ist.

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hochzeitseinladung

auch das ist für mich typisch myanmar. es gibt ja oft nur sehr eingeschränkt strom und so wird holzfeuer zum kochen verwendet. dadurch bilden sich speziell am morgen und am abend diese nebelschwaden und es riecht stark nach verbranntem holz.

pankam village. palaung tribe

pankam village. palaung tribe

bagan
religion ist manchmal schon lustig. unglaublich wie viele ressourcen da verwendet werden, um eine anlage mit über 2300 tempeln und pagoden zu schaffen. schön anzusehen ist das dann auch. wir touristen erfinden dann gleich auch ein neues zeitgemäßes ritual. alle pilgern zu einem tempel, um die wunderbaren sonnenuntergänge in bagan zu bewundern und wenn es dann soweit ist, strecken alle ihre iphones in die höhe.

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sonnenuntergang in bagan. mit celine

bagan sonnenuntergang

bagan sonnenuntergang. ich hab kein iphone, aber vronis kamera.

oft gesehen: jedes geschäft hat mehr personal als kunden. ruhig mal etwas anschauen spielts da nicht. das gleiche gilt auch für rezeptionen, eintrittskartenausgaben und ähnlichem. manchmal ist das sehr lustig, oft aber auch sehr mühsam. dazu kommt eine chronische unorganisiertheit (z.b. werden ziemlich häufig reservierungen verschlampt oder falsch notiert) und dann wirds manchmal echt mühsam, man möchte ihnen fast helfen.

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noch ein letzter eindruck, der mich immer sehr gefesselt hat. oft wird abends der strom abgedreht bzw. gibt es meistens ohnehin keine straßenbeleuchtung. im mandalay, einer stadt mit 1,5 millionen einwohner ist das dann schon sehr spektakulär. die fahrzeuge haben oft auch selbst keine beleuchtung und wenn sie eine haben, erscheinen sie durch die sehr staubige luft wir große, gelbrote kegel und schaffen eine ganz eigene atmosphäre.

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