Ankunft in Ko Phayam

Am 23. sind wir abends zur South Central Bus Station in Bangkok gesaust und sind in den Nachtbus nach Ranong gestiegen. Die Busse sind überaus luxuriös: Man kann die Sitze weit nach hinten klappen, es gibt eine extra Fußablage – hier ließe sich eigentlich gut schlafen, wenn der Busfahrer nicht so eine unglaubliche Freude mit der Air Condition hätte. Es bläst so stark, dass wir nach ein paar Stunden ca. 14 Grad im Bus haben. Ich habe meinen gesamten Kleidungsvorrat inklusive Fleece-Kapuzenjacke an und friere trotzdem ein wenig. Boris hat leider nur die kurze Hose und das lange Leiberl an, dafür aber drei Decken übereinander gelegt – trotzdem ist ihm so kalt, dass er gar nicht schlafen kann. Um fünf Uhr morgens erreichen wir Ranong, warten in der Busstation bis halb sieben und machen uns dann auf zum Markt: Der ist echt super und wir essen wieder einmal Suppe zum Frühstück (Danke, Hannes und Christina, für den Tipp!). Dann gehts ab zum Pier und mit dem Boot zwei Stunden übers Meer nach Ko Phayam. Die Reise war gar nicht so anstrengend und alles klappte wie am Schnürchen.

Angekommen in der Unterkunft, die wir für 10 Nächte von Wien aus gebucht haben, sind wir erstmal enttäuscht: Im Restaurant wird laut Musik gespielt und es gibt vor allem westliches Essen, außerdem sind die Gerichte fettig. Hier am Strand bei der Beschallung in Ruhe zu entspannen – nein. Abends essen wir dort – es hat wohl noch nie jemand wie wir so schnell ein Weihnachtsessen verlassen. Wir sind schon am spekulieren, selbst die Reisestornoversicherung wird recherchiert. Wir wollen mal drüber schlafen und am kommenden Tag die Möglichkeiten ausloten.
Heute sieht die Welt dann aber schon ganz anders aus: Wir haben uns für die 10 Tage ein Moped ausgeborgt, damit wir – wie unsere beiden Omas sagen würden, wie wir belustigt festgestellt haben – ein wenig „roasn“, also unterwegs sein, können. Und der Bungalow ist sehr schön. Außerdem gibt es keine Beschallung mehr im Restaurant und somit auch nicht am Strand – das scheint ein Weihnachtsspecial gewesen zu sein. Puh, Gott sei Dank! Wir sind zufrieden. Nur das Moped fahren ist für mich noch mit beträchtlichen Ängsten verbunden: Nach meiner grandiosen ersten Erfahrung mit einem Moped und anschließenden Krankenhausaufenthalt und Handoperation mit 14 Jahren, bin ich seither nur einmal noch auf einem Motorrad gesessen.

Schreibe einen Kommentar