bangkok touristen

wirklich eine super stadt. taxifahrer kennen rapid wien und geben auf anfrage eine einführung in gängige umgangsformen. z.b. so nützliche tipps wie „don´t put your feet on books. very, very unpolite“. damit kann ich ganz gut leben. essen in den garküchen ist großteils sehr lecker, alles ist irgendwie laut, erstaunlich wenig chaotisch. die straßenüberquerungen sind eine herausforderung. zebrastreifen werden eher als streetart angesehen, haben aber ansonsten keine funktion.

etwas befremdlich wirkt die enorme beliebtheit des königs und dessen huldigung. an allen ecken befinden sich fotos von bhumipol aka rama IX auf denen er schützen die hand über uns hält. zu beginn eines kinofilms oder um 18 Uhr auf bahnhöfen stehen alle auf, halten inne und lauschen andächtig der königshymne. der mann hat aber wirklich einiges zu bieten. aus wikipedia, bhumibol der privatmann:

Bhumibol ist u.a. als Musiker, Komponist, Fotograf, Maler, Schriftsteller, Segler, Ingenieur und Funkamateur (Rufzeichen: HS1A) aktiv. Insbesondere gilt er als leidenschaftlicher Saxophon-Spieler, der gerne mit anderen Jazzern im Palast von Bangkok spielt (so 1960 mit Benny Goodman). Etwa 40 Kompositionen sind bislang bekannt, darunter auch die thailändische Königshymne. Zudem ist er der höchste Pfadfinder Thailands. Auch werden seine Gemälde und Zeichnungen in Ausstellungen gezeigt. Als Segelsportler gewann er 1967 die Goldmedaille bei den Südostasienspielen.

nicht so schlecht, da kann man den herrn schon ein wenig huldigen. wenn unser HeiFi so einen lebenslauf vorzuweisen hätte, würde ich mir vielleicht auch sein portrait irgendwo aufhängen.

den größten tourismusfallen sind wir bis jetzt erfolgreich ausgewichen und wir haben noch kein neues tattoo, keinen neuen maßanzug  (obwohl mir der hoteleigene schneider mindestens 2 x am tag versichert, dass ich mit so einem anzug sehr sexy aussehen würde), noch keine tuktuk exkursion zu einem schmuckgeschäft, taxi immer mit taxometer (manchmal mühsam) und den königspalast haben wir besucht, obwohl uns tuktuk-fahrer ständig erklärten, dass der palast wegen zeromonie, riots, umbauarbeiten … geschlossen ist.

beim einkaufen haben wir uns brav zurückgehalten und so sehen wir noch nicht wie gurus/hippies oder ethnologiestudenten aus. ich hoffe wir bleiben diesbezüglich stark.

Schreibe einen Kommentar