The End

So, das war das Ende:
Entspannen und tauchen de luxe auf der Trauminsel.
Dann Kuala Lumpur. Hauptsache noch viel Essen. Bis zum vorletzten Tag sind wir emotional total entspannt, haben auf angenehme Art und Weise genug vom Reisen, freuen uns auf nach Hause und dann kommen die zwei letzten Tage und wir sind panisch-verzweifelt. Die letzten Tage waren echt noch schön und gemütlich, leckeres Essen, Marktbesuch, Massage durch zwei blinde Masseur_innen – der perfekte Abschluss für Asien. Dann Flüge, wo uns super ausgestattete Entertainment-Systeme vom Schlafen abhalten. Ich treffe die erste europäische Nicht-Reisende seit sieben Monaten, die deutsche Stewardess in der Air Berlin, und die schnauzt mich gleich mal an. Berlin ist dann echt ein Schock, wir finden sogar Neukölln überadrett und sauber und packen’s gar nicht. Am Flughafen wär ich am liebsten wieder umgedreht. Dann noch ein paar schöne Tage in Berlin und dann Wels…

Malaysien die Zweite

Das unten auf dem Foto ist Lolo. Lolo arbeitet in dem indonesischen guesthouse, das wir ewig krank belagert haben. „I always wanted to open a hospital“ witzelt sie. Gemeinsam lachen wir über Reiseerfahrungen: „New bacteria, new experiences.“ Die ganze Gasse kennt uns. Als wir am vorletzten Tag vor unserer Abreise tatsächlich doch noch einen Ausflug zu einen der umliegenden Tempel machen, fragt uns der uns unbekannte Mann, der uns um fünf Uhr früh abholt: „And, do you feel better?“ Die anderen guesthouse-Besitzer_innen fragen Lolo derweil aus, wie sie es macht, dass ihre Gäste so lange bleiben. Lolo hat Humor, aber es nicht ganz so leicht, wie zu vermuten ist: Sie ist seit zwei Jahren geschieden, hat drei Kinder, von denen zwei bei ihrem Bruder in einer anderen Stadt leben – seit einem halben Jahr hat sie sie nicht mehr gesehen. Früher trug sie Kopftuch, ihrem Mann zuliebe, heute nicht mehr, weil ihrem syrischen Freund, der als Koch eventuell in Wien arbeiten wird, das besser gefällt. Da gibt es aber auch einen Franzosen, der gerade in Australien ist, dann aber wieder nach Indonesien kommen will. Sie weiß nicht, mit wem’s was wird, sie hofft aber mit dem Syrer, der plane eine Zukunft mit ihr, der andere nicht. Ihr Job im guesthouse wackelt, obwohl sie den echt super macht, sehr gut Englisch spricht, und uns extrem viel hilft: Sie besorgt uns einen Arzt mit internationaler Lizenz, sitzt bei uns im Zimmer, wenn der Arzt kommt, dolmetscht uns die Sachen aus, die der Arzt auf Englisch nicht sagen kann, versorgt uns mit Fruchtsäften und Gesichtsmasken. Als wir ihr zum Abschied zwanzig Dollar mit einer Karte als Geschenk geben und hoffen, dass es nicht falsch ankommt, weint sie vor Rührung und ist froh, dass wir Freunde geworden sind.

muezzin from hell

hier gab es schon länger keinen eintrag mehr und das hat seinen grund. vroni und ich waren krank und mussten länger im bett bleiben. seit 2 wochen sind wir in yogyakarta und haben uns praktisch nicht von unserem hostel entfernt. indonesien meint es nicht so gut mit uns: bis vor ein paar tagen war hier noch immer regenzeit, obwohl die seit ende april eigentlich vorbei sein sollte und dann auch noch eine bakterielle racheninfektion. das ganze grätzel hier kennt uns schon und fremde menschen sprechen mich auf der straße an und erkunden sich nach unserem wohlbefinden. das ist sehr nett. weniger ideal ist, dass an unserem hostel eine moschee angrenzt. wie es sich für asien gehört haben die auch ein ordentliches soundsystem auf das dach gepackt, damit man nur ja keine nuance der muezzins überhört. 10 tage im bett, 6 x am tag zwangsbeschallung, da wird die toleranz auf eine harte probe gestellt. die beschallung übernehmen 3 verschiedene muezzins. am nervigsten ist jener in der frühschicht (4:30h). mit einer unglaublichen intensität presst er wie christina aguilera jene einzelne silbe heraus und reißt uns aus dem schlaf. am kuriosesten ist der „muezzin from hell“: der grummelt und krächzt und ich bin mir sicher er will uns alle in die hölle schicken.
eine kleine hörpobe:

Tourists from Australia

Auf den Perhentian Islands gehen wir zweimal tauchen und einmal schnorcheln, wir beobachten eine Riesenschildkröte (die coolsten!), sehen viele Haie und Fische. Dann reicht’s aber auch mit Strandurlaub, ab geht’s nach Kuala Lumpur für einen Tag Stadtbesichtigung, und dann auf nach Indonesien.

Das indonesische Essen ist extrem lecker, abgesehen von Winner Schnitzel, sweet shower chicken und pain rice, gibt es viele kulinarische Leckerbissen – immer eine wichtige Facette einer Destination für jemanden, der zuhause zukünftig als professionelle Esserin arbeiten möchte.

Städtetouring

Im Moment sind wir auf einer malaiischen Insel, chillen. Nach dem eher schnellen Reisen in Vietnam und dann zwei Städteaufenthalten in Hongkong und Singapur war eine Entspannungsphase dringend nötig. Der erste Tag war komplett ungewohnt: nichts zu organisieren, zu tun, zu checken – ich falle direkt in ein Loch und weiß erst mal nichts mit mir anzufangen, erhole mich aber schnell ;). Ein schönes Platzerl haben wir uns wieder mal gefunden, die lange Bucht mit Bungalow direkt am Meer teilen wir uns mit circa acht anderen Menschen.

Malaysia, Blick vom Bungalow

Malaysia, Blick vom Bungalow

hong kong

hong kong war für mich schon länger ein wunschziel. ich glaube seit ich in einem interview mit einem hongkonger (keine ahnung mehr wer) mal gelesen habe, dass die stadt im film „blade runner“ für ihn keine zukunftsvision, sondern alltag, eben hong kong ist.

dazu kommt natürlich das hong kong-kino, vor allem die filme von wong kar-wei, die es mir vor jahren mal ziemlich angetan haben. das hotel hatten wir eilig ohne große recherche gebucht und wir hatten großes glück: das zimmer befindet sich in den „chunking mansions“, drehort von wong kar-weis „chungking express“. ein guter anfang und ein ziemlich interessanter ort.